News

Spielbericht SV Sasbach
SV Sasbach - FSV

SV Sasbach – FSV Kappelrdeck/Waldulm 3:1 (0:1)    Fußball-Bezirksliga

 

Es war schon eine Energieleistung der besonderen Art, mit der der Tabellenvorletzte SV Sasbach das Heimspiel gegen den benachbarten FSV Kappelrodeck/Waldulm noch in einen Sieg umbog: eigentlich spielten die Ereignisse mehr den Schützlingen von Trainer Hannes Maier in die Karten. Doch gerade als sich die Gäste, die im ersten Spielabschnitt mit dem etwas gefälligeren Kombinationsspiel überzeugten,  nach der gelb-roten Karte gegen Heiko Apfelböck noch weiteren Vorteil erhofften, verstanden es die Platzherren, das Ruder herumzureißen. Zum Spiel: Die Begegnung war nur wenige Minuten alt, als Schiedsrichter Hendrik Jörger gleich einmal bewies, dass er Äußerungen von Spielern nicht mag; die Folgen waren eine gelbe Karte gegen Apfelböck und ein Freistoß für den FSV. Ausgehend von Marco Arndt, einem der stärksten Akteure auf dem Platz, kam das Leder in die Tornähe der Grün-Weißen, die noch überhaupt nicht richtig sortiert waren. Anders die Gäste, die ihre erste Möglichkeit durch Dennis Hodapp zum schnellen 0:1 (5.) nützten. Ausgehend von einer ziemlich souverän wirkenden Gästeabwehr um Michael Huber und Ismail Besnik wirkten die Aktionen der Achertäler im Spielaufbau, fast immer über Marco Arndt, etwas spielbestimmender, demnach sah man die Gäste auch etwas mehr in der Spielhälfte der Platzherren, die jedoch keine ganz brenzligen Situationen mehr zuließen. Zudem erwies sich Torwart Erkan Büyükkör sowohl bei hohen Bällen in “seine” Zone als auch im rechtzeitigen Herauslaufen als guter Rückhalt der SV-Abwehr. Nur einmal waren die Achertäler um ihren agilen Kapitän Andreas Müller ihrem zweiten Tor ganz nahe, als es der mit aufgerückte Maik Lepold im Nachschuss an einen Arndt-Freistoß  aus der Distanz versuchte, jedoch über das Torgebälk zielte.

Beide Mannschaften kamen nach dem Wiederanpfiff ganz schwungvoll aus der Kabine, zunächst wieder mit den präziseren Spielzügen des FSV, der natürlich nachzulegen versuchte. Als dann Schiedsrichter Jörger den früh verwarnten Apfelböck nach einem kaum regelwidrigen Zweikampf im Mittelfeld mit “gelb-rot vom Platz schickte (55.), sah es alles andere als gut aus für die Grün-Weißen, die sich jedoch nicht vorzeitig in ihr Schicksal ergaben – im Gegenteil: das Aufbäumen in Unterzahl war wirklich spürbar, vorhandene Kraftreserven wurden bis zum letzten Prozent mobilisiert. Und als dann Marvin Schaum, nach einem Seitenwechsel von Kissner in Szene gesetzt, das Leder für den heranstürmenden Claudio Aulicino auflegte und dieser aus rund zwanzig Metern den Ball aus vollem Lauf zum Ausgleich ins Netz setzte (59.),  wurde deutlich, dass das Spiel wieder offen war. Aus nicht alltäglicher Situation entsprang fünf Minuten später die Führung der Gastgeber: Kissner wurde an der Strafraumgrenze im letzten Moment geblockt und zu Fall gebracht, Schiedsrichter Jörger wirkte unentschlossen und ließ weiterlaufen, und Arthur Kissner reagierte am Boden liegend am schnellsten und setzte das Leder  zum 2:1 ins Netz (65.). Jetzt war besagte “Morgenluft” auf Seiten des SVS, der überhaupt nicht daran dachte, sich nur noch in die Defensive zurückzuziehen, sondern selbst zu agieren. Und das mit Erfolg: Sehenswert war Kissners Energieleistung, als er über links in Richtung Strafraum sprintete und noch kurz vor der Linie von Michael Huber von den Beinen geholt wurde. Schiedsrichter Jörger, sonst ganz Mann der harten Linie, sah darin keine wohl vorliegende “Notbremse”, sondern beließ es mit der gelben Karte gegen den Abwehrchef. Patrick Engel und Claudio Aulicino wären sicherlich auch die geeigneten Freistoßschützen gewesen, doch Arthur Kissner trat zum Schuss (69.) an, bei dem das Leder über die Mauer hinweg neben dem  vorderen Pfosten im Netz zum 3:1 einschlug. Lobenswert, wie sich die Platzherren nun den Bemühungen der Maier-Elf entgegenstemmte und die Unterzahl bis zum letzten Spielzug mit Leidenschaft wettmachte. So richtig “brandgefährlich” wurde es vor dem Tor von Büyükkör nur selten, eine der Chancen, noch einmal heranzukommen bot sich dem eingewechselten Maximilian Frommann, der das Tor aus zu spitzem Winkel nicht traf. In der letzten Viertelstunde gab es auf beiden Seiten Spielerwechsel zu notieren, aber auch noch einen letzten tollen Vorstoß der Gastgeber, bei dem Kissner den gut mit aufgerückten Oldach in Szene setzte, der seinen letzten Torschuss dann etwas zu hoch ansetzte. Ein weiteres Tor wäre dem gutklassigen Spielverlauf aber auch nicht wirklich gerecht geworden.

zurück...
  • Rss