SV Waldulm

Chronik des Sportvereins Waldulm

 

Junge Burschen und Männer von Waldulm haben schon um die und nach der Jahrhundert- wende Interesse für Fußball gezeigt. Nach mündlichen Überlieferungen sollen in den 20er Jahren und auch später Bestrebungen im Gange gewesen sein, einen Fußballverein zu gründen.

Dieses Unterfangen scheiterte in erster Linie daran, daß kein Sportplatz zur Verfügung stand und ein solcher auch nicht geschaffen werden konnte. Im Jahre 1937 legte die Gemeinde unterhalb der jetzigen Grundschule einen Platz für den Schulsport an, der jedoch von der Größe her für Fußballspiele völlig unzulänglich war.

 

Nach dem 2. Weltkrieg wurde der Wunsch nach sportlicher Betätigung auch in der Rotweingemeinde immer größer und auch erfüllt. Bei der Gründungsversammlung am 17. Juli 1949 im Gasthaus "Linde" gelang es folgenden Idealisten den SV Waldulm aus der Taufe zu heben:

Helmut Ebert,Willi Hillbrecht,Herbert Fischer,Fridolin Künstel,Hermann Adler,
Karl Gerber Erich Gerber,Claus Ebert,Siegried Fischer,Christian Ehrmann,
Walter Kräßig,Fritz Huber,Otto Blust,Artur Nuß, Josef Schneider

Auch der damalige Ortsgeistliche Pfarrer Franz Balzer war eine treibende Kraft. Als Vertreter des Nachbarvereins Kappelrodeck waren anwesend Willy Hacker, Alfred Schnurr, Ludwig Plenk und Dr. Zimny der die denkwürdige Versammlung leitete.

 

Mit der Vereinsführung wurde Siegfried Fischer betraut, der jedoch im gleichen Jahr noch im Dezember von Otto Blust abgelöst wurde. Weitere Vorstandsmitglieder waren Walter Kräßig, Christian Ehrmann, Claus Ebert, Fritz Huber und Herbert Fischer. Der Fußballverein Kappelrodeck übernahm die Patenschaft.

 

Da zunächst ein eigener Sportplatz fehlte, stellte der FV Kappelrodeck in anerkennenswerter Weise sein Spielfeld in der Herrenmatte zur Verfügung. Eine Häusersammlungbrachte die Mittel zur Erstbeschaffung der Trikots. Nach einigen Freundschaftsspielen nahm man im Herbst 1949 erstmals an einer Verbandsrunde in der Kreisklasse C teil.

 

Noch unter der Regie von Otto Blust, der das Vereinsschiff steuerte, wurde der Sportplatzbau am Ende des Gründungsjahres in Angriff genommen. Ein Grundstück am Fautenbach stellte die Gemeinde nach mehreren Eingaben zur Verfügung. Dem Vernehmen nach erfolgte der Beschluß jedoch nicht einstimmig. Ein Gemeinderat soll seine Ablehnung mit den Worten begründet haben:"Die Kerle sollen Mist tragen, das wäre nützlicher, als da herum zu hopsen". Der Zuschnitt und die Größe des Geländeteils erlaubten allerdings nicht den Bau eines Spielfeldes mit Norm-Maßen.

Viel Arbeit war notwendig, um die Bespielbarkeit des Platzes zu garantieren. Steinbruchbesitzer Hermann Ossola stellte die notwendigen 2.200 Kubikmeter Auffüllmaterial kostenlos zur Verfügung und besorgte auch die Beifuhr unentgeldlich. Das Aufladen und Einbauen -alles von Hand- hatten jedoch die Vereinsmitglieder selbst zu besorgen und benötigten hierfür stolze 2.800 Arbeitsstunden. Die Schaufel war wichtigstes Werkzeug und Schwielen an den Händen gab es zuhauf. Zum Einsatz kamen auch Kuhgespanne und eisenbereifte Karren. Nur durch den selbstlosen und uneigennützigen Einsatz aller Sportkameraden konnte dieses Werk gelingen.

SV Waldulm

 

Gründungsmannschaft 1949

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stehend von links: Gerber Erich, Gerber Karl, Krässig Walter, Walter Erwin, Ehrmann Christian, Ebert Helmut, Huber Fritz, Hillbrecht Willi.
knieend v. links: Ebert Klaus, Tinat Heinz, Adler Hermann.

Besonders verdient gemacht haben sich dabei neben Vorstand O. Blust, Fritz Huber und Hermann Adler. Das Holz für die Torpfosten und Querbalken stiftete der unermüdliche Ortsgeistliche Franz Balzer, der eigens dafür eine Tanne im ehemaligen Pfarrwäldchen fällen ließ.

Am 25. Juni 1950 war es soweit. Die offizielle Einweihung des Platzes in feierlichem Rahmen, verbunden mit dem ersten Sportfest in der noch jungen Vereinsgeschichte, konnte erfolgen. Leider meinte es der Wettergott nicht gut mit dem SVW. Am Festsonntag-Abend setzte ein starker Gewitterregen das Zelt unter Wasser und den Gästen blieb nur die Flucht.

In der Saison 1951/52 erreichte die 1. Mannschaft den 5. Tabellenplatz und rückte infolge der Klassenneueinteilung in die B-Klasse auf, wobei man in der nachfolgenden Saison sofort wieder den Abstieg hinnehmen mußte. Das Spieljahr 1953/54 jedoch brachte der ersten Garnitur die Meisterschaft in der C-Klasse Staffel Süd und den Aufstieg in die B-Klasse.

 

Erstmals mit einer stabilen Umzäunung präsentierte sich das Spielfeld zum 10 jährigen Bestehen im August 1959. Das sportliche Betätigungsfeld war immer noch die B-Klasse, die jedoch im darauffolgenden Jahr wieder verlassen werden mußte. Der "große Wurf" gelang dann wieder 1962/63 als die Meisterschaft souverän gewonnen wurde und man in die nächst höhere Spielklasse aufrückte. Obwohl 4 Stammspieler nach einer feuchtfröhlichen Runde in einen Autounfall verwickelt waren und dadurch krankheitsbedingt, vier Spiele vor Saisonende nicht mehr eingesetzt werden konnten, erreichte man das Ziel. Entscheidend war auch, daß man Spieler reaktivierte, die in der Endphase ihren Mann standen.

Die folgendende Spielsaison brachte jedoch den sofortigen Wiederabstieg und das sportliche Betätigungsfeld war von nun an die C-Klasse bzw. die Kreisliga B.

Kurz nach der Gemeindefusion fand im Juni 1974 das 25jährige Vereinsjubiläum statt. Das Festbankett wurde dabei in der Achertalhalle durchgeführt

Ein weiterer Meilenstein in der Geschichte des SVW war das Jahr 1976, als der von der Gemeinde neu erstellte Hartplatz am 23. Juli mit einem Festakt seiner Bestimmung übergeben wurde. Endlich hatte man jetzt ein Spielfeld mit den vorgeschriebenen Maßen. Auch der sportliche Werdegang sei zu erwähnen, erreichte man doch in den Jahren 1976 und 1978 die Vizemeisterschaft in der C-Klasse, verlor jedoch die entscheidenden Spiele zum Aufstieg. Zum 30jährigen Bestehen im Juli 1979 konnte der Festakt in der kurz zuvor fertiggestellten Pfarrberghalle durchgeführt und der Clubraum in Betrieb genommen werden. Mit viel Eigenleistung der Fußballer, allen voran der heutige Ehrenvorsitzende Herbert Fischer, wurden der Traum Spielfeld und Clubraum verwirklicht, wobei nun auch ordentliche Umkleide- und Duschräume in der Halle zur Verfügung standen.

Am 17. Mai 1986 konnte der neu erbaute zweite Hartplatz unterhalb der Pfarrberghalle eingeweiht werden. Ideale Verhältnisse zur Abwicklung des Spielbetriebes waren nun gegeben. Im August 1989, in der ersten südbadischen Pokalrunde, hatte man den Amateur-Oberligist VFB Gaggenau als Gegner zu Gast. Obwohl der SV Waldulm mit 1:10 verlor enttäuschte man bei der Partie im Rodeck-Stadion keineswegs.

Zum Rundenbeginn am 14. August 1994/95 kämpfte man erstmals in der Geschichte der Fußballvereine von Waldulm und Kappelrodeck um Punkte auf dem grünen Rasen. Die Grundlage für eine Fusion beider Vereine haben Mitglieder des SV Waldulm und des FV Kappelrodeck während ihrer Generalversammlungen am 25.Juni 1994 und 6. Juli einstimmig beschlossen.Am 8. April 1995 wurde in einer Mitgliederversammlung in der Pfarrberghalle der endgültige Schritt zur Fusion mit dem neuen Vereinsnamen FSV Kappelrodeck-Waldulm e.V. vollzogen. Ein Schritt der durch den Aufstieg der 1. und 2. Mannschaft im Jahre 1996/97 in die Bezirksliga bzw. Kreisliga A bestätigt wurde.

1. Mannschaft 1953

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stehend v. links: Wölfl Stefan, Morgenstern Karl, Hillbrecht Willi, Fischer Herbert, Mecklinger Karl, Karsten Hans, Huber Leo, Schindler Herbert, Blust Otto.
knieend v. links: Hillbrecht Karl, Gerber Erich, Adler Hermann

A-Jugend 1956

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stehend v. links: Hodapp Karl, Schneider Karl, Armbruster Willi, Hund Gerhard, Hillbrecht Martin, Ronecker Karl, Maier Bruno, Fischer Manfed, Walter Erwin.
knieend v. links: Huber Gerhard, Oberle Günter, Basler Josef.

1. Mannschaft 1965

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stehend v. links: Huber Fritz, Maier Bruno, Hillbrecht Martin, Schneider Karl, Rösch Herbert Hodapp Albert, Hund Martin, Hodapp Karl, Springmann Franz, Trainer Jupp Metzger
knieend v. links: Hund Gerhard, Huber Willi, Ronecker Alfred.

1. Mannschaft 1973

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stehend v. links: Hund Gerhard, Doll Klaus, Erhard Hubert, Weber Hermann, Weber Kurt, Bohnert Gerhard, Maier Edgar, Trainer Metzger Jupp.
knieend v. links: Geschwind Helmut, Wölfl Bernd, Gerber Klaus, Schindler Klaus, Bögner Alois.

1. Mannschaft 1984

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stehend v. links: Gerber Klaus, Wiegert Markus, Rösch Thomas, Peraldo Wolfgang, Stolzenberg Martin, Rösch Gerhard, Knapp Christian.
knieend v. links: Schmälzle Konrad, Köninger Hubert, Ebert Roland, Ebert Wolfgang.

1. Mannschaft 1988 Bezirkspokal gegen VFB Gaggenau

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von links: Ebert Wolfgang, Blust Wolfgang, Schmälzle Konrad, Schwenk Albrecht, Lamm Franz, Fais Michael, Rösch Markus, Gerber Klaus, Wiegert Markus, Hodapp Martin, Schönle Michael.

1. Mannschaft 1991

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stehend von links: Scheuß Dietmar (Spielausschuß), Schmälzle Konrad, Rösch Jürgen, Hodapp Viktor, Huber Marco, Fortino Gorgio, Gerber Klaus, Wiegert Markus.
knieend v. links: Ebert Wolfgang, Huber M., Hodapp Martin, Armbruster Michael, Fortino Franco, Schwenk Albrecht.

2. Mannschaft 1991

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stehend v. links: Scheuß Dietmar, Schindler Klaus, Fais Michael, Baas Reiner, Blust Wolfgang, Graf Albrecht, Rösch Gerhard, Rösch Jürgen, Wiegert Markus.
knieend v. links: Huber Christian, Jülg Leo, Lamm Franz, Knapp Christian, Schmälzle Konrad

1. Mannschaft 1993

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stehend v. links: Scheuß Dietmar, Trainer Decker Günter,Fais Michael,Huber Markus, Schmitt Clemens,Rösch Markus,Huber Marco,Hodapp Viktor.
knieend v. links:Hodapp Martin,Ebert Wolfgang,Armbruster Michael,Jülg Helmut,Fortino Franco,Berger Martin.

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