Damen

30 Jahre Damenfußball in Kappelrodeck

 

Schon einige Jahre bevor der erste Schritt vom DFB in Richtung Damenfußball getan wurde, befaßte sich der KFV mit diesem Problem. Durch die Emanzipation der Frau merkte man mehr und mehr, daß gewisse Sportdisziplinen die bisher für Frauen fast tabu waren, in das Blickfeld weiblichen Interesses rückten. Hinsichtlich der Entwicklung des Damenfußballs wollte man in Kappelrodeck nicht zurückstehen und beschloß einen allgemeinen Aufruf an die Damenwelt zu erlassen. Die Resonanz war groß; die Anfänge der sportlichen Ausbildung schwer und so manche junge Dame begriff sehr schnell, daß es gar nicht so einfach ist, den runden Lederball mit den Füßen unter Kontrolle zu bekommen.

Zum bevorstehenden Sportfest 1968 wurden Vereine in der Nachbarschaft angeschrieben. Einige Vereine wie Eisental, Varnhalt und Sinzheim machten mit, wobei es vor über 1000 Zuschauer zu einem interessanten Damenfußballspiel kam. Das Spiel selbst zwischen den KFV-Damen und einer Auswahl der genannten Vereine endete zur Zufriedenheit aller Beteiligten 1:1 unentschieden. Im darrauffolgenden Jahr 1969 führte man erstmals ein Damenturnier mit mehreren Mannschaften durch. Nach und nach entwickelte sich zwischen den in- und außerhalb des Bezirks vorhandenen Damenmannschaften, zumindest inoffiziell, ein lebhafter

Spielbetrieb. Endlich war es dann soweit. Der DFB gab grünes Licht für den Damenfußball und im Bezirk I Baden-Baden wurde eine Gruppe von 7 Vereinsmannschaften gegründet die sich an der ersten Verbandsrunde beteiligten. Zunächst blieb es unseren Damen meistens vorbehalten den 2. Tabellenplatz hinter dem dominierenden VFB Unzhurst einzunehmen.

Im Jahre 1975 drehte man endlich den Spieß um und errang zum ersten Mal ungeschlagen im Bezirk Baden-Baden die Meisterschaft, was zur Teilnahme an der Südbad. Meisterschaft berechtigte. Diesen Erfolg wiederholte die Damenelf in der Saison 1977/78 und qualifizierte sich durch die erfolgreichen Aufstiegsspiele für die Südbad. Damenliga. In dieser damals höchsten Spielklasse belegte man im ersten Jahr einen hervorragenden dritten Platz. Ein zusätzlicher Beleg für die gute Arbeit war auch die Berufung einiger Spielerinnen in die Bezirksauswahl, sowie in die Südbad. Auswahlmannschaft. Der Motor der blauweißen Damentruppe war in dieser Zeit der unermüdlich Paul Betsch der mit seinem Engagement die Spielerinnen zu begeistern wußte.

Nachdem 1982 das Gros der älteren Spielerinnen die Fußballschuhe an den "Nagel hängten", wurde der freiwillige Abstieg in die Bezirksliga in Kauf genommen. Da Kappelrodeck schon damals als einer der wenigen Vereine auch über eine sehr erfolgreiche Mädchenmannschaft

verfügte -1980 wurde diese junge Elf Südbad. Hallenfußballmeister- wurde der Übergang problemlos bewältigt und somit die Tradition des Damenfußballs in Kappelrodeck fortgesetzt.

Die Fortsetzung brachte traditionell weiterhin Spitzenplazierungen in der Liga. Höhepunkte waren die Jahre 1987/88 und 1988/89, als man jeweils ungeschlagen Meister in der Bezirksliga wurde und in jeder Saison über 110 Tore erzielte. Gleichzeitig wurde man 1989 noch Hallenbezirksmeister. Bis zur Saison 1994/95 gehörte man noch zweimal der Südbad. Damenliga an und war von nun an eine bestimmende Mannschaft in der neu gegründeten Landesliga. In diesen vier Spieljahren wurde man zweimal Vizemeister und schied 1998 freiwillig aus dieser Liga aus, weil man den jungen Spielerinnen die aus der Mädchenmannschaft hinzukamen noch eine gewisse Zeit des Lernens geben wollte.

Unerwartet jedoch erfreulich wurde man in der Saison 1998/99 schon 2 Spieltage vor
Saisonende überlegen Bezirksklassenmeister und steht vor dem erneuten Aufstieg in die Landesliga, den man mit berechtigten Hoffnungen antreten wird.

Obwohl in manchen Bezirken der Damenfußball rückläufig ist, spielt er in Kappelrodeck immer noch ein wichtige Rolle.

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Damenelf 1968
stehend v. links: Schreiner Anneliese,Schneider Ursula,Jülg Carola,Reuß Ingeborg,Grund Gudrun,Wolf Ursula,Zink Anita,Nock Brigitte,Decker Hildegard,Wick Helga,Kühn Monika,Sättler Bärbel,Kunstmann Gisela.

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Damenelf 1974

stehend v. links: Betreuer Schneider Hans-Günter u. Ursula, Betsch Anne, Bühler Christa,Lamm Rita, Parpart Cordula, Lamm Brigitte, Bühler Marianne, Trainer Betsch Paul und Gabelmann Hans.
knieend v. links: Schwab Heidi, Lepert Andrea, Arndt Doris, Betsch Silvia, Lamm Veronika.

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Damenelf 1980
stehend v. links: Schreiner Arnold, Färber Marianne, Betsch Anne, Lamm Veronika, Lamm Brigitte, Bühler Christa, Bonnal Gisela, Betsch Paul.
knieend v. links: Schindler Birgitta, Lamm Rita, Parpart Cordula, Kohler Ursula,

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Damenelf 1988
hintere Reihe v. links: Schneider Claudia, Scigliano Katharina, Kiefer Priska, Kohler Ursula, Schmälzle Johanna
mittlere Reihe v. links: Zipf Manuela, Boschert Claudia, Öhler Roswitha, Schindler Birgitta, Klos Marina, Knapp Birgit, Volz Gerhard (Trainer)
vordere Reihe v. links: Hodapp Gudrun, Sackmann Carmen, Hoferer Christa, Scheuß Mignon, Huber Gabi, Kiefer, Monika.

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Damenelf 1990
hintere Reihe v. links: Schmälzle Johanna, Müller Franziska, Gallus Marlene, Schindler Birgitta, Heitzmann Daniela, Bitterwolf Angela.
mittlere Reihe v. links: Schmitt Angelika, Schneider Claudia, Huber Gabi, Buxmann Lilly.
vordere Reihe v. links: Faißt Martina, Roth Heike, Klos Marina, Kiefer Monika, Hodapp Gudrun.

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Damenelf 1996
stehend v. links: Trainer Meier Gerhard, Schmälzle Tanja, Roth Heike, Schmitt Angelika, Scheuß Marike, Bitterwolf Angela, Kühn Sabine, Köninger Regina, Köninger Johanna, Trainer Bernd Huber.
knieend v. links: Hog Miriam, Schindler Birgitta, Huber Gabi, Schmälzle Johanna, Küpferle Dagmar, Schneider Claudia, Hodapp Gudrun, Scheuß Mignon

 

 

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